Heute früh dann seit langem mal wieder mit Wecker aufgestanden. Die erste Fähre Richtung Marokko fährt um 9 Uhr morgens ab, das war uns dann doch etwas zu früh, da man ja auch noch früher da sein muss. Die zweite dann laut Plan um 11 Uhr, das klang schon eher machbar. Also Wecker auf 7 zum gemütlich wach werden (hat so eher nicht funktioniert) und um 9 waren wir dann schon am Hafen und haben uns in die Schlange eingereiht. Dann war noch genug Zeit zum frühstücken, bevor es ernst wurde. Klar, pünktlich fährt die Fähre wahrscheinlich eh nie ab.

Irgendwann ging es denn auch rein, wir waren relativ weit vorne dabei, so dass wir dann auch noch eine ganze Weile der weiteren Verladung der Fahrzeuge von oben zusehen konnten. Außer uns noch eine reichliche Menge Weißwarewohnmobile, ein fetter MAN Allrad-LKW, normale Güter-LKW und ein Haufen bis übers Dach vollbeladene PKW. Nix schönes Altes dabei.

Eckstein haben wir im Bus gelassen, Menschen sind ja nicht so ihrs und dann noch auf einem Schiff das schaukelt … Alleine im Bus war sicher auch nicht schön, aber da hatte sie wenigstens ihre Ruhe.

An Bord war dann nochmal lange Schlangestehen angesagt um uns den marokkanischen Einreisestempel abzuholen. Ansonsten draußen an der Reling stehen und sich freuen! Die See war recht ruhig, was wir beide etwas schade fanden. Wenn schon auf dem Schiff, dann muss das eigentlich auch schaukeln! Aber nun …

Im Fährhafen von Tanger-Med hatten wir dann nicht ganz so viel Glück und waren diesmal eher spät dran mit von Bord fahren dürfen. Was dann dazu führte, dass wir eine (nein, eher zwei) Ewigkeiten warten mussten, bis wir beim Zoll an der Reihe waren. Alle 10-15 Minuten eine Autolänge nach vorne, und die Schlange war lang! Als es dann endlich soweit war und der Zöllner mit meinem Reisepass wieder auftauchte (Lenas wollte er gar nicht sehen), noch ein kurzer Blick hinten in den Bus, sich den erstbesten Schrank einmal kurz öffnen lassen (Gaskasten) und gut war. Um 16.30 Uhr hatten wir dann den Zoll passiert und konnten endlich weiter! Allerdings noch schnell Geld aus dem Automaten ziehen und auf zur nächsten Tanke. Die war dann allerdings noch so vielleicht 20km bergige Strecke weg und wir waren inzwischen wirklich auf dem letzten Tropfen unterwegs. Aber es hat gereicht! Puh! Also die Tanks mit Diesel zu knapp unter einem Euro volllaufen lassen und weiter. Tagesziel war dann Martil, ein kleines Städtchen am Mittelmeer. Auch nur, weil da ein Campingplatz in der Karte eingezeichnet war und wir langsam wirklich Feierabend haben wollten. Auch wenn wir nicht viel gefahren sind, der Tag war reichlich anstrengend! So stehen wir nun für knapp 9 Euro die Nacht auf einem Campingplatz und können erstmal ankommen, morgen mal wieder duschen und dann weitersehen. Internet haben wir auch schon, dank netten Menschen, die wir gestern noch beim Einkaufen in Algeciras trafen, die auf dem Rückweg sind und uns ihre alte marokkanische Sim-Karte mit restlichem Internetguthaben überlassen haben. Keine Ahnung wie lange und wie viel, aber erstmal funktioniert es.

Und wir konnten unser Abendessen nach Sonnenuntergang ohne Jacke draußen genießen! Sehr schön!

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2 Kommentare

  1. Die Schlange vor der Fähre ist echt trostlos. Nur weiß und dann auch noch mit Anhänger? Irgendwie sieht das nur noch nach Komfort-Camping aus. Nicht mehr nach Abenteuer.

    Den „letzten Abenteurern“ wünsche ich nun eine gute Entspannung!

    Gruß
    Thorsten

  2. Inzwischen werdet Ihr das Duschen bei geringer Platzgebühr wohl schon genossen haben. Wie komfortabel mögen die Campingplätze entlang der Küste sein? Ihr jedoch seid gewiss längst weitergereist. Die Wetterberichte der letzten Tage für Marokko lassen Frühlingssehnsüchte keimen, die schwappen auch tief hinein nach Europa. Da will das Breisgrau nicht zurückstehen und meldet sich für morgen mit Temperaturen um 16°C – im Januar! Dort unten liegt der zurzeit vielleicht nördlichste Konkurrent für afrikanisches Klima. Aus Sicht unseres sturmerprobten Schleswig-Holstein muss der Breisgau demnach tief im Süden nahe Marokko liegen.
    Aber gondelt Ihr nun erst einmal entlang der Küste gen Osten? Oder habt Ihr die unbefahrenen, touristenfernen Routen in den Süden und in Richtung des schneebedeckten Atlas vorgezogen? Wir Daheimgebliebenen sind jedenfalls gespannt!

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